Hier also eine kleine Auswahl, fangen wir an mit der schottischen Ausgabe des Alten Zolls, der 'Auld Toll', der zwar auch ein Biergarten ist, aber sonst nicht viel mit unserem guten alten Stammbiergarten zu tun hat... ach wie vermiss ich ihn!
Weiter geht's mit dem "Geburtshaus" von Harry Potter, dem 'Elephant House'. In großen Lettern steht dort geschrieben, dass J.K. Rowling hier ein paar Seiten geschrieben haben soll... oder zumindest irgendwann hier mal nen Kaffee hatte.
Auch lustig ist der 'Standing Order', in dem man nur wenige Touristen findet. Früher war das mal ein Clubhaus der Upperclass oder sowas ähnliches, die Atmosphäre hat es bis heute behalten.
Oder 'The Dome', ein eher gediegenes Café in der Innenstadt, wo auch schon mal eine Dixie-Band zum 4 Uhr Tee spielt.
Es wird jedenfalls jeder Quadratmeter genutzt. Ob Kellerwohnungen oder, wie hier, Kellerpubs, Lebensraum ist kostbar.
In der Nacht ändert sich das Erscheinungsbild Edinburghs. Das liegt zum einen daran, dass die Sonne untergegangen ist und zum anderen daran, dass Unmengen an jungen Vergnügungssüchtigen die Innenstadt stürmen und die älteren Semester und Touristen vertreibt.
Nach 24 Uhr sieht man dann nur noch Straßenfeger und Betrunkene auf der Straße, davon allerdings ne Menge. Betrunkene Straßenfeger hab ich allerdings noch keine gesehen. Dafür aber umso mehr sturzbetrunkene Jugendliche. Aber so sehr besoffen, dass es wirklich nicht mehr feierlich ist. Eine ganz, ganz seltsame Mentalität legen die hier an den Tag. Daher auch diverse Begegnungen mit völlig betrunkenen Kindern, die unkontrolliert auf der Straße tanzen, singen oder sich kloppen. Um das Ziel des alkoholischen Nirvanas möglichst schnell zu erreichen gibt es hier einen Szenedrink namens 'Buckfast', was ein völlig widerlicher, extrem süßer Wein ist, der mit jeder Menge Koffein angereichert wurde. Letzteres ist wahrscheinlich der Grund, warum die auch morgens, wenn man zur Arbeit geht, immernoch am Tanzen und Singen sind...
Klingt vielleicht übler als es ist, aber wenn man sich mal daran oder an die unzähligen Obdachlosen gewöhnt hat (Pariser Verhältnisse!), dann sind auch die nächtlichen Gassen und Winkel zu genießen.
Dann gibt es da ja immernoch normale Leute, die gesittet zu guter Musik ihr McEwans trinken oder einen Whisky schlürfen. Ganz oben auf meiner persönlichen Liste ist bisher die 'Jazz Bar', wo es jeden Abend (meist) kostenlosen Jazz bis tief in die Nacht gibt.
Zur Entspannung geht man in dieses Etablissement namens 'Angel's Sauna', sehr stilecht hinter ein paar Touristenkneipen und Müllcontainern versteckt...
Aber auch Party-Crashing klappt hier ganz gut, wie hier bei einer Abschiedsparty von irgendjemandem, den jemand kannte, den ich selber erst gerade kennengelernt hatte. Die drei eindeutig deutschen im oberen Bild sind übrigens Georg, Mareike und Bärbel. Alle irgendwie mit HPC Europa verbunden oder mal gewesen. Der maximal pigmentierte Herr mit Migrationshintergrund ist halb-Pakistani halb-Südafrikaner. Kurz nach der Erstellung dieses Foto ließ er den bemerkenswerten Satz fallen: "Man, I could really go for some cock now!"
Wojciech hier fand das eher weniger anmachend und verabschiedete sich kurze Zeit später von der Party...

1 Kommentare:
Hört sich so an, als sei der maximalpigmentierte auch noch mit anderen politischen Korrektheiten ausstaffiert... sehr ordentlich.
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